Ferrari 458 Italia

Der Ferrari 458 Italia ist ein Mittelmotor-Sportwagen aus Maranello mit V8-Saugmotor, gebaut von 2009 bis 2015. Interessant ist er heute für alle, die den Unterschied zwischen hochdrehendem Saugmotor und modernen Turbo-Ferraris verstehen wollen. Der Ratgeber zeigt Dir Motor, technische Daten, Design, Varianten und den Wechsel zum 488 GTB.

Ferrari 458 Italia in Rot
Ferrari 458 Italia, Baujahr 2011. Foto: Calreyn88, CC BY-SA 4.0, zugeschnitten, via Wikimedia Commons.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vorstellung und Bauzeit: Das Coupé wurde im September 2009 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt und anschließend bis 2015 produziert.
  • Motor: Den Antrieb übernimmt ein 4,5-Liter-V8-Saugmotor mit 570 PS und einem maximalen Drehmoment von 540 Nm.
  • Design: Die Karosserie stammt von Pininfarina und integriert funktionale Aerodynamik, darunter verformbare Winglets in der Front.
  • Varianten: Neben dem Coupé entstanden der offene Ferrari 458 Spider sowie die Sportversionen 458 Speciale und Speciale A.
  • Nachfolger in unserer Flotte: 2015 übernahm der Ferrari 488 GTB mit Biturbo-V8 die Mittelmotor-Linie, den Du bei uns mieten und fahren kannst.

Ferrari 458 Italia: Vorstellung und Einordnung

Im September 2009 debütierte der Ferrari 458 Italia auf der IAA in Frankfurt als direkter Nachfolger des F430. Die Fertigung erfolgte im Stammwerk in Maranello, wo das Coupé von 2009 bis 2015 vom Band lief. Die Ziffernfolge im Modellnamen folgt einem traditionellen Muster, bei dem die 45 für 4,5 Liter Hubraum steht und die 8 auf die acht Zylinder hinweist, was Du detailliert unter Ferrari Namenslogik nachlesen kannst.

Konstruktiv ordnet sich der Ferrari 458 Italia in die V8-Mittelmotor-Linie der Marke ein, deren Entwicklung Du in unserem Beitrag zur Ferrari Modellgeschichte findest. Laut Hersteller flossen bei der Konstruktion wesentliche Erkenntnisse und Techniken aus der Formel 1 in das Serienfahrzeug ein. Auf Basis des Autos entstanden die Rennversionen 458 Challenge sowie 458 Italia GT2 und GT3.

Design von Pininfarina

Für die Gestaltung der Karosserie zeichnet das Designstudio Pininfarina unter der Leitung von Ferrari-Designchef Donato Coco verantwortlich. Im Fokus der Formgebung stand die funktionale Aerodynamik. Im Frontgrill sitzen aeroelastische Winglets. Mit steigendem Tempo verformen sich diese Bauteile, verkleinern den Kühlereinlass und senken den Luftwiderstand. Bei 200 km/h erzeugt die Karosserie so einen Abtrieb von 140 Kilogramm.

Ein weiteres Merkmal betrifft das Interieur und die Ergonomie für den Fahrer. Das Lenkrad bündelt wichtige Bedienelemente wie Blinker und Fernlicht, was auf den Input des früheren Rennfahrers Michael Schumacher zurückgeht. Die äußeren Abmessungen des Autos liegen bei 4.527 Millimetern in der Länge und 1.937 Millimetern in der Breite. Der Radstand misst 2.650 Millimeter.

Technische Daten des Ferrari 458 Italia

Den Vortrieb übernimmt ein 4,5-Liter-V8-Saugmotor mit einem Hubraum von 4.497 Kubikzentimetern und einer flachen Kurbelwelle. Die Benzin-Direkteinspritzung kam hier erstmals bei einem Mittelmotor-Ferrari für die Straße zum Einsatz. Die Spitzenleistung beträgt 570 PS (419 kW) bei 9.000 Umdrehungen pro Minute. Das maximale Drehmoment liegt bei 540 Nm bei 6.000 Umdrehungen, wobei 80 Prozent davon bereits ab 3.250 Umdrehungen zur Verfügung stehen.

Die Kraftübertragung an die Hinterräder erfolgt über ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe des Zulieferers Getrag. Ein Handschaltgetriebe gab es für den 458 nicht. Das Getriebe arbeitet mit einem elektronischen Sperrdifferenzial (E-Diff) und der Traktionskontrolle F1-Trac zusammen. Für die Verzögerung des 1.380 Kilogramm leichten Wagens sorgen serienmäßige Carbon-Keramik-Bremsen.

ModellVorgestelltBauzeitLeistung0-100 km/hHöchstgeschwindigkeit
458 Italia20092009 bis 2015570 PS3,4 süber 325 km/h
458 Spider20112011 bis 2015570 PS3,4 s320 km/h
458 Speciale20132013 bis 2016605 PS3,0 s325 km/h
458 Speciale A20142014 bis 2016605 PS3,0 s320 km/h

Alle Werte sind Herstellerangaben.

So fährt sich der Ferrari 458 Italia

Der Saugmotor dreht bis 9.000/min und entfaltet seine Höchstleistung erst ganz oben; 80 Prozent des Drehmoments stehen ab 3.250/min bereit. Die Lenkübersetzung beträgt 11,5:1, die Lenkung reagiert damit direkt. Das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe schaltet im Automatikmodus oder manuell. Im Fahrwerk arbeiten vorne Doppelquerlenker und hinten eine Mehrlenkerachse, während die Fahrdynamikregelung ABS, E-Diff und F1-Trac kombiniert. Der kombinierte Verbrauch liegt bei 13,3 l/100 km.

Varianten: Ferrari 458 Spider, 458 Speciale und Speciale A

Neben dem Coupé gab es drei Straßenversionen.

  • Ferrari 458 Spider: Vorgestellt 2011, unterscheidet sich der Spider durch ein versenkbares Hardtop aus Aluminium, das in 14 Sekunden öffnet oder schließt. Er leistet 570 PS, sprintet in 3,4 Sekunden auf 100 km/h und erreicht 320 km/h. Gegenüber dem Coupé wiegt er 50 Kilogramm mehr.
  • 458 Speciale: Vorgestellt im September 2013 auf der IAA, unterscheidet sich der 458 Speciale durch ein Leergewicht von 1.290 Kilogramm und mehr Leistung. Er leistet 605 PS, sprintet in 3,0 Sekunden auf 100 km/h und erreicht 325 km/h. Die Besonderheit sind aktive Aerodynamik-Klappen vorne und hinten sowie Side Slip Angle Control (SSC), als erstes Auto mit dieser Driftwinkelregelung.
  • 458 Speciale A: Vorgestellt 2014 auf dem Pariser Autosalon, ist der 458 Speciale A die offene Version des Speciale, wobei A für Aperta, italienisch „offen“, steht. Er leistet 605 PS, sprintet in 3,0 Sekunden auf 100 km/h und erreicht 320 km/h. Die Besonderheit ist die Limitierung auf 499 Exemplare.

Vom Saugmotor zum Biturbo: 458 Italia und 488 GTB

Im Jahr 2015 löste der 488 GTB das bisherige Modell ab. Der Ferrari 458 Italia ist der letzte Mittelmotor-V8 dieser Linie ohne Turboaufladung, während sein direkter Nachfolger den ersten Mittelmotor-Ferrari mit Turbo-V8 seit dem F40 darstellt.

  • Hubraum und Aufladung: Der Vorgänger nutzt 4.497 Kubikzentimeter als reiner Saugmotor. Der 488 GTB schöpft seine Kraft aus einem reduzierten Hubraum von 3.902 Kubikzentimetern mittels Biturbo-Aufladung.
  • Leistung: Trotz des verkleinerten Hubraums übersteigt der 488 GTB mit 670 PS bei 8.000 Umdrehungen pro Minute die 570 PS des Saugers.
  • Drehmoment: Das aufgeladene Aggregat stellt ein Maximum von 760 Nm bei 3.000 Umdrehungen bereit, verglichen mit den 540 Nm des Vorgängers.
  • Klang: Akustisch präsentiert sich der 488 GTB heller als vergleichbare Turbomotoren, bleibt jedoch leiser und weniger schreiend als der Vorgänger. Weitere Details findest Du im Ratgeber Saugmotor und Biturbo am Klang erkennen.

Fazit

Der Ferrari 458 Italia kombiniert einen V8-Saugmotor mit 570 PS bei 9.000/min mit einer Karosserie von Pininfarina. Zur Baureihe gehören neben dem Coupé auch Ferrari 458 Spider, 458 Speciale und Speciale A. 2015 folgte mit dem 488 GTB der Wechsel zum Biturbo und zu 760 Nm. Den Nachfolger 488 GTB kannst Du bei uns in Grünwald selbst fahren.

Häufige Fragen zum Ferrari 458 Italia

Wie viel PS hat der Ferrari 458 Italia?

Das Standardmodell leistet 570 PS (419 kW) bei 9.000 Umdrehungen pro Minute. Diese Kraft schöpft das Fahrzeug aus einem V8-Saugmotor mit 4,5 Litern Hubraum. Die gewichtsreduzierten Versionen Speciale und Speciale A generieren aus demselben Basisblock eine gesteigerte Leistung von 605 PS.

Was ist der Unterschied zwischen Ferrari 458 und 488?

Der wesentliche Unterschied liegt im gewählten Motorenkonzept. Während das ältere Modell einen 4,5-Liter-Saugmotor ohne Aufladung nutzt, arbeitet der 488 GTB mit einem 3,9-Liter-Biturbo-V8. Dadurch liefert der neuere Sportwagen mit 670 PS mehr Leistung und ein höheres maximales Drehmoment.

Wie unterscheiden sich 458 Italia, 458 Spider und 458 Speciale?

Der Italia ist das geschlossene Coupé der Baureihe. Der Spider bildet mit seinem klappbaren Aluminium-Hardtop die offene Version bei gleicher Motorleistung. Der Speciale präsentiert sich als gewichtsreduziertes Coupé mit aktiver Aerodynamik und einer von 570 PS auf 605 PS angehobenen Antriebsleistung.

Was bedeutet das A beim 458 Speciale A?

Der Buchstabe A steht für den italienischen Begriff Aperta, was auf Deutsch „offen“ bedeutet. Er kennzeichnet die offene Version des 458 Speciale. Das Fahrzeug besitzt ebenfalls 605 PS, wurde ab 2014 produziert und ist auf weltweit genau 499 Exemplare limitiert.

Welchen Ferrari kannst Du bei uns mieten?

In unserer Flotte fahren wir genau einen Ferrari: den 488 GTB, den direkten Nachfolger des 458 Italia. Dieser Sportwagen bietet 670 PS aus einem Biturbo-V8, Hinterradantrieb sowie ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Alles Weitere findest Du unter Ferrari 488 GTB mieten.

Über den Autor
Lukas Schulte

Vermietet mit Diamond Cars seit 2015 Sportwagen und Luxus-SUV in München – aus eigener Flotte, mit persönlicher Übergabe und Einweisung. Die Beiträge im Ratgeber beruhen auf dem täglichen Umgang mit den Fahrzeugen und auf geprüften Herstellerangaben.

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