Ferrari F430

Der Ferrari F430 ist ein Mittelmotor-Sportwagen, der von 2004 bis 2009 gebaut wurde. Technisch markiert das Modell einen wichtigen Schritt in der V8-Linie aus Maranello, weil es E-Diff und Manettino in die Serie brachte. Hier findest Du die technischen Daten, die Systeme E-Diff und Manettino und alle Varianten des Ferrari F430 im Überblick.

Ferrari F430 Coupé in Weiß
Ferrari F430 Coupé. Foto: Tokumeigakarinoaoshima, CC0, zugeschnitten, via Wikimedia Commons.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bauzeit und Modellfolge: Der Sportwagen wurde von 2004 bis 2009 gebaut, löste den 360 Modena ab und fand seinen Nachfolger im 458 Italia.
  • Motor: Ein 4,3-Liter-V8-Saugmotor mit 490 PS treibt das Coupé und den offenen F430 Spider an.
  • Technische Premieren: Das Modell brachte das elektronisch gesteuerte Sperrdifferenzial E-Diff sowie den Manettino für die Fahrprogramme in die Serie.
  • Varianten: Zur Baureihe gehören das Basismodell, der F430 Spider, der Ferrari 430 Scuderia und der Scuderia Spider 16M.
  • Bezug zu unserer Flotte: Der Ferrari 488 GTB, den Du bei uns fährst, stammt aus derselben Mittelmotor-V8-Linie.

Ferrari F430: Vorstellung und Einordnung

Auf dem Pariser Autosalon 2004 präsentierte der Hersteller den Ferrari F430 der Öffentlichkeit. Als Nachfolger des 360 Modena übernahm er dessen Aluminium-Struktur, die Dachlinie und die Türen. Das Design entwarf Pininfarina mit Frank Stephenson. Auffällig sind vor allem die Rückleuchten im Stil des Enzo, die das Heck des Sportwagens klar kennzeichnen. Die Produktion lief bis 2009.

Der 458 Italia folgte als Nachfolger und wurde am 28. Juli 2009 vorgestellt. Der Ferrari F430 steht damit als Übergangsmodell zwischen dem 360 Modena und dem 458 Italia in der Mittelmotor-V8-Linie aus Maranello, wie auch die Ferrari Modellgeschichte zeigt. Für Technikinteressierte bleibt das Modell relevant, weil E-Diff und Manettino hier in die Serie kamen und der Manettino bis heute am Lenkrad von Ferrari sitzt.

Ferrari F430 technische Daten

Im Ferrari F430 arbeitet ein 4,3-Liter-V8-Motor aus der Familie F136 mit 4.308 cm³ Hubraum. Der Saugmotor sitzt als Mittelmotor vor der Hinterachse und gibt seine Kraft über den Hinterradantrieb an die hinteren Räder ab. Bei 8.500/min leistet das Aggregat 490 PS (360 kW), das maximale Drehmoment beträgt 465 Nm bei 5.250/min. Das Leergewicht liegt bei 1.450 Kilogramm, der Sprint auf 100 km/h gelingt in rund vier Sekunden.

VarianteVorstellungLeistung0-100 km/hHöchstgeschwindigkeit
Ferrari F430 (Coupé)Paris 2004490 PSrund 4 Sekundenüber 315 km/h
F430 SpiderGenf 2005490 PS4,1 Sekunden312 km/h
Ferrari 430 ScuderiaFrankfurt 2007510 PS3,6 Sekunden320 km/h
Scuderia Spider 16MMugello 2008510 PS3,7 Sekunden315 km/h

Die Werte stammen aus Werks- und Literaturangaben. Je nach Quelle weichen einzelne Angaben leicht ab, etwa beim Sprintwert des Coupés.

E-Diff, F1-Getriebe und Manettino

Der Ferrari F430 war das erste Ferrari-Serienfahrzeug mit dem elektronisch gesteuerten Differenzial E-Diff. Das System verteilt das Antriebsmoment je nach Lenkwinkel und Querbeschleunigung auf die hinteren Räder und regelt so den Antrieb hinten. Für die Verzögerung standen zunächst optionale Carbon-Keramik-Bremsen zur Verfügung; ab dem Modelljahr 2008 gehörten sie zur Serienausstattung des Modells.

Für die Kraftübertragung bot Ferrari ein manuelles 6-Gang-Schaltgetriebe oder ein automatisiertes 6-Gang-F1-Getriebe von Graziano an. Gemeint ist ein automatisiertes Einkupplungsgetriebe, nicht ein Doppelkupplungsgetriebe. Unser Ferrari 488 GTB schaltet dagegen mit einem Doppelkupplungsgetriebe und sieben Gängen.

Der Ferrari F430 war 2004 das erste Straßenauto mit Manettino; entworfen hat den Drehschalter Frank Stephenson nach dem Vorbild der Formel 1. Der Drehschalter am Lenkrad beeinflusst Stabilitätskontrolle, Dämpferregelung, Getriebe, Gasannahme und E-Diff. Skyhook bezeichnet dabei eine elektronisch geregelte Dämpfung, die sich der Fahrsituation anpasst. Wie das System aufgebaut ist, erläutert der Ratgeber Ferrari Manettino.

Fünf Stellungen stehen am Manettino zur Verfügung:

  • Ice (Schnee und Eis)
  • Geringe Haftung (Nässe)
  • Sport
  • Race
  • CST Off

CST Off bedeutet, dass die Stabilitätskontrolle ausgeschaltet ist.

Ferrari F430 Versionen: Spider, Scuderia und 16M

F430 Spider

Der F430 Spider wurde auf dem Genfer Autosalon 2005 vorgestellt und war der 21. offene Straßen-Ferrari. Unter dem Verdeck arbeitet derselbe 4,3-Liter-V8 mit 490 PS wie im Coupé. Gegenüber dem geschlossenen Modell steigt das Gewicht um rund 70 kg, die Höchstgeschwindigkeit liegt 5 km/h niedriger. Was „Spider“ und andere Kürzel bei Ferrari bedeuten, erklärt unser Ratgeber zur Ferrari Namenslogik.

Ferrari 430 Scuderia

Der Ferrari 430 Scuderia wurde von Michael Schumacher auf der IAA in Frankfurt 2007 als Nachfolger des 360 Challenge Stradale vorgestellt. Im Namen fehlt das F: Ferrari nannte ihn 430 Scuderia. Das Modell ist 100 kg leichter, leistet mit 510 PS 20 PS mehr und nutzt die Getriebe-Software „Superfast2“ mit 60 Millisekunden Schaltzeit. Die Traktionskontrolle F1-Trac, die Schlupf an den Hinterrädern begrenzt, ist mit dem E-Diff zu einem System verbunden.

Scuderia Spider 16M

Der Scuderia Spider 16M wurde im November 2008 bei den Ferrari World Finals in Mugello aus Anlass des 16. Konstrukteurstitels in der Formel 1 vorgestellt. Technisch handelt es sich um die offene Version des 430 Scuderia. Die Leistung beträgt 510 PS, das Gewicht liegt 80 kg unter dem F430 Spider. Gebaut wurde er in einer limitierten Auflage von 499 Exemplaren.

Rennversionen

Für den Motorsport entstanden der F430 Challenge für die Ferrari Challenge und der F430 GTC für Einsätze in der GT2-Klasse bei Langstreckenrennen. Bei den 24 Stunden von Le Mans erreichte der F430 GTC Klassensiege in den Jahren 2008 und 2009.

Fazit

Der Ferrari F430 steht als Übergangsmodell zwischen 360 Modena und 458 Italia an einer wichtigen Stelle der Mittelmotor-V8-Linie. Er kombiniert 490 PS aus dem 4,3-Liter-V8 mit E-Diff und dem ersten Manettino im Serienmodell. Zur Baureihe gehören außerdem Spider, Ferrari 430 Scuderia und Scuderia Spider 16M. Die Mittelmotor-V8-Linie kannst Du bei uns im Ferrari 488 GTB selbst fahren.

Häufige Fragen zum Ferrari F430

Wie viel PS hat der Ferrari F430?

Das Basismodell und der offene Spider leisten 490 PS (360 kW) bei 8.500/min. Ferrari 430 Scuderia und Scuderia Spider 16M kommen jeweils auf 510 PS bei identischer Drehzahl. Das maximale Drehmoment des Grundmodells beträgt 465 Nm bei 5.250/min.

Wann wurde der Ferrari F430 gebaut?

Die Produktion lief von der Vorstellung auf dem Pariser Autosalon 2004 bis 2009. Am 28. Juli 2009 stellte Ferrari den 458 Italia als Nachfolger vor.

Was unterscheidet den Ferrari 430 Scuderia vom F430?

Der Scuderia ist 100 kg leichter und leistet 510 PS, also 20 PS mehr als das Basismodell. Hinzu kommen die Getriebe-Software „Superfast2“ mit 60 Millisekunden Schaltzeit sowie die Vernetzung von F1-Trac und E-Diff.

Welches Getriebe hat der Ferrari F430?

Angeboten wurden ein manuelles 6-Gang-Schaltgetriebe und ein automatisiertes 6-Gang-F1-Getriebe von Graziano. Beim F1-Getriebe handelt es sich um ein automatisiertes Einkupplungsgetriebe. Unser Ferrari 488 GTB nutzt dagegen ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen.

Welchen Ferrari kannst Du bei uns mieten?

Bei uns mietest Du den Ferrari 488 GTB. Das Modell leistet 670 PS und stammt aus derselben Mittelmotor-V8-Linie wie der F430, zwei Generationen später. Wie beim F430 wählst Du die Fahrprogramme über den Manettino am Lenkrad. Alles Weitere steht unter Ferrari 488 GTB mieten.

Über den Autor
Lukas Schulte

Vermietet mit Diamond Cars seit 2015 Sportwagen und Luxus-SUV in München – aus eigener Flotte, mit persönlicher Übergabe und Einweisung. Die Beiträge im Ratgeber beruhen auf dem täglichen Umgang mit den Fahrzeugen und auf geprüften Herstellerangaben.

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