Das Wichtigste in Kürze
- Das Kürzel leitet sich aus Hans Werner Aufrecht, Erhard Melcher und Großaspach ab.
- Hans Werner Aufrecht und Erhard Melcher gründeten 1967 ein Ingenieurbüro in einer alten Mühle.
- Die Rote Sau erreichte 1971 in Spa-Francorchamps einen Klassensieg und Platz zwei gesamt.
- Nach dem Kooperationsvertrag von 1990 übernahm DaimlerChrysler 1999 die Mehrheit, 2005 folgten alle Anteile.
- In unserer Flotte fährst Du den Mercedes-AMG G63 mit 585 PS.
AMG Bedeutung: Wofür die drei Buchstaben stehen
Wer sich mit der Geschichte von Mercedes-AMG beschäftigt, stößt schnell auf die Frage nach der AMG Bedeutung. Die drei Buchstaben verweisen direkt auf die Gründer und ihre Herkunft. Hans Werner Aufrecht und Erhard Melcher brachten ihre Nachnamen ein, dazu kam Großaspach als Geburtsort von Aufrecht. Aus diesen drei Bestandteilen entstand eine Bezeichnung, die bis heute eng mit Technik, Herkunft und Motorsport verbunden ist.
- A steht für Aufrecht, den Nachnamen von Hans Werner Aufrecht.
- M steht für Melcher, den Nachnamen von Erhard Melcher.
- G steht für Großaspach, den Geburtsort von Hans Werner Aufrecht.
Geschichte von Mercedes-AMG: Von der alten Mühle nach Affalterbach
Hans Werner Aufrecht und Erhard Melcher entwickelten in den 1960er-Jahren bei Daimler-Benz Rennmotoren. Der Motorsport war damit der Ausgangspunkt der Marke. Im Jahr 1967 gründeten sie ein eigenes Ingenieurbüro für die Entwicklung von Rennmotoren in einer alten Mühle in Burgstall. Dort entstanden die ersten Projekte von AMG und damit der frühe Kern der Mercedes-AMG Geschichte.
Im Jahr 1976 zog AMG mit etwa einem Dutzend Mitarbeitern nach Affalterbach um. 1990 war die Belegschaft auf 400 Mitarbeiter gewachsen, heute arbeiten in Affalterbach über 2.000 Menschen. Der Standort steht bis heute für Entwicklung und Fertigung und bleibt damit ein fester Bezugspunkt in der Geschichte von Mercedes-AMG.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1967 | Gründung durch Hans Werner Aufrecht und Erhard Melcher in einer alten Mühle. |
| 1971 | Klassensieg und Platz zwei gesamt in Spa-Francorchamps mit dem 300 SEL 6.8. |
| 1976 | Umzug mit etwa einem Dutzend Mitarbeitern nach Affalterbach. |
| 1986 | Eine E-Klasse mit V8-Motor von AMG wird als „The Hammer“ bekannt. |
| 1990 | Kooperationsvertrag mit Daimler-Benz; AMG-Fahrzeuge über Mercedes-Benz angeboten. |
| 1993 | Vorstellung des C 36 AMG als erstes gemeinsam entwickeltes Fahrzeug. |
| 1999 | DaimlerChrysler übernimmt 51 Prozent; Umbenennung in Mercedes-AMG GmbH; HWA entsteht. |
| 2005 | DaimlerChrysler übernimmt die restlichen Anteile an AMG. |
| 2010 | Vorstellung des SLS AMG als erster eigenständig entwickelter Sportwagen. |
| 2014 | Vorstellung des Mercedes-AMG GT als zweiter eigenständig entwickelter Sportwagen. |
AMG Rote Sau: Der 300 SEL 6.8 in Spa-Francorchamps
Der AMG Mercedes 300 SEL 6.8 erhielt den Spitznamen Rote Sau. Die Zahl 6.8 steht für den auf 6,8 Liter vergrößerten Hubraum. Das Fahrzeug basierte auf der Limousine Mercedes-Benz 300 SEL 6.3 und bekam einen V8-Motor mit 428 PS. Hans Heyer und Clemens Schickentanz erreichten 1971 beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps einen Klassensieg und Platz zwei der Gesamtwertung.
Später wurde das Fahrzeug an das französische Unternehmen Matra verkauft. Dort wurde der Wagen für Tests von Flugzeugfahrwerken genutzt. Die Rote Sau bleibt bis heute eines der bekanntesten Kapitel der Geschichte von Mercedes-AMG und steht eng für die frühe Verbindung von AMG und Motorsport.
Der Motorsport blieb für AMG über viele Jahre wichtig. Ab 1988 unterstützte AMG das Team mit dem Rennwagen 190 E 2.3-16 in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft. Klaus Ludwig gewann 1992 und 1994 den Titel, Bernd Schneider folgte 1995. Im Jahr 1999 wurde die Motorsportabteilung als HWA ausgegliedert.

Vom Kooperationsvertrag zur Übernahme durch Daimler
Im Jahr 1990 begann die Zusammenarbeit mit Daimler-Benz über einen Kooperationsvertrag. AMG-Modelle standen von da an beim Mercedes-Benz-Händler und wurden dort gewartet. Das erste gemeinsam entwickelte Fahrzeug wurde 1993 vorgestellt und trug die Modellbezeichnung C 36 AMG.
Am 1. Januar 1999 übertrug Hans Werner Aufrecht 51 Prozent der Anteile an DaimlerChrysler, dem damaligen Namen des Konzerns. Seitdem trägt AMG den Namen Mercedes-AMG GmbH. Am 1. Januar 2005 übernahm DaimlerChrysler die restlichen Anteile. AMG gehört heute vollständig zur Mercedes-Benz AG.
Nach der Übernahme folgten Sportwagen, die eigenständig von AMG entwickelt wurden. Der SLS AMG wurde 2010 vorgestellt. Im Jahr 2014 folgte der Mercedes-AMG GT als zweiter eigenständig entwickelter Sportwagen. Der Mercedes-AMG ONE wurde 2017 präsentiert und nutzt einen Antrieb aus der Formel 1.
Der Unterschied zwischen Mercedes und AMG liegt in der Aufgabe: Mercedes-Benz deckt die Breite der Marke ab, AMG steht innerhalb des Konzerns für Performance-Modelle und eigene Sportwagen. Viele Motoren entstehen in der eigenen Manufaktur in Affalterbach. So lässt sich die Rolle von AMG innerhalb von Mercedes-Benz klar von der Kernmarke abgrenzen.
„One Man, One Engine“: Ein Mensch, ein Motor
In der Motorenmanufaktur in Affalterbach gilt das Prinzip „One Man, One Engine“, übersetzt also „ein Mensch, ein Motor“. Rund 50 Motorenbauer arbeiten dort. Ein Mechaniker baut einen Motor von Anfang bis Ende von Hand zusammen. Am Ende trägt der Motor eine Plakette mit seiner Unterschrift, die beim Öffnen der Motorhaube zu sehen ist. Die fertigen Motoren gehen anschließend an Mercedes-Benz-Werke zum Einbau.
Welche Motoren heute so entstehen:
- V8-Motor: Der 4,0-Liter-V8-Biturbo M177 entsteht in Handarbeit durch einen Mechaniker.
- Vierzylinder: Der 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbo M139 entsteht in Handarbeit durch einen Mechaniker.
Stand Oktober 2026 gilt das Prinzip nicht für jeden AMG. Die Motoren der Modelle mit den Ziffern 35, 43 und 53 werden nicht nach diesem Prinzip gebaut. Im Jahr 2026 kam mit dem M177 Evo eine überarbeitete Version des V8 mit Flat-Plane-Kurbelwelle hinzu. Für Dich als Fahrer ist der Unterschied an der Plakette auf dem Motor erkennbar.
Fazit
Die Mercedes-AMG Geschichte führt von der alten Mühle über Affalterbach bis zur Mercedes-Benz AG. Die AMG Bedeutung, die Rote Sau, der C 36 AMG und „One Man, One Engine“ zeigen, wie eng Herkunft, Motorsport und Technik bei AMG verbunden sind. Wer die Marke einordnen will, findet in diesen Stationen die wichtigsten Grundlagen.
Häufige Fragen zur Mercedes-AMG Geschichte
Was ist AMG für eine Abkürzung?
AMG steht für Hans Werner Aufrecht, Erhard Melcher und Großaspach. Großaspach ist der Geburtsort von Aufrecht. Die drei Buchstaben verweisen damit direkt auf die beiden Gründer und auf die Herkunft, aus der AMG im Jahr 1967 entstand.
Wem gehört AMG?
AMG gehört heute als Mercedes-AMG GmbH zur Mercedes-Benz AG. DaimlerChrysler übernahm am 1. Januar 1999 zunächst 51 Prozent der Anteile. Am 1. Januar 2005 folgten die restlichen Anteile, seitdem ist AMG vollständig Teil des Konzerns.
Was ist mit der Roten Sau passiert?
Die Rote Sau wurde später an das französische Unternehmen Matra verkauft. Dort nutzte man das Fahrzeug für Tests von Flugzeugfahrwerken. Im Rückblick bleibt der Wagen vor allem wegen seines Einsatzes 1971 in Spa-Francorchamps im Gedächtnis.
Was bedeutet „One Man, One Engine“?
„One Man, One Engine“ beschreibt die Fertigung in Affalterbach. Ein Mechaniker baut einen Motor vollständig von Hand zusammen und bestätigt die Arbeit mit seiner Unterschrift auf der Plakette auf dem Motor. Das Prinzip gilt jedoch nicht für alle AMG-Modelle.
Welchen Mercedes-AMG kannst Du bei uns mieten?
In unserer Flotte in Grünwald fährst Du den Mercedes-AMG G63 mit 585 PS und 4-Liter-V8-Biturbo. Weitere Informationen zu Modell, Konditionen und Verfügbarkeit findest Du unter Mercedes AMG mieten.



