Das Wichtigste in Kürze
- Bisher gibt es acht verschiedene Porsche 911 Generationen, die auf den Porsche 356 folgten.
- Der Antrieb erfolgt in allen Modellen durch einen Sechszylinder-Boxermotor im Heck.
- Die ersten vier Baureihen sind luftgekühlt, alle folgenden Modelle ab 1997 sind wassergekühlt.
- Die Abgrenzung der Generationen erfolgt durch interne Typnummern, die vom Typ 901 bis zum aktuellen Porsche 992 reichen.
- In unserer Flotte fährst Du den Porsche 911 GT3 mit 500 PS und 4,0-Liter-Saugmotor.
Alle Porsche 911 Generationen: Baureihen und Baujahre im Überblick
Die Einteilung der acht Porsche 911 Baureihen erfolgt über interne Typnummern statt nur über Jahreszahlen. Weil Coupé, Cabriolet, Targa, Turbo oder GT-Varianten teils zeitversetzt angeboten wurden, überschneiden sich einzelne Bauzeiten. Die folgende Tabelle zeigt die Reihenfolge der Generationen und ihre wichtigsten Merkmale.
| Generation | Bauzeit | Kennzeichen |
|---|---|---|
| Ur-Elfer (901) | 1964-1973 | 1963 als Typ 901 vorgestellt, luftgekühlt, 2,0 Liter, 130 PS |
| G-Modell | 1973-1989 | luftgekühlt, Stoßstangen mit Faltenbälgen, erster 911 Turbo |
| 964 | 1989-1994 | luftgekühlt, Allradantrieb im Carrera 4, ABS und Servolenkung serienmäßig |
| 993 | 1993-1998 | letzter luftgekühlter 911, Polyellipsoid-Scheinwerfer |
| 996 | 1997-2006 | erster wassergekühlter 911, neue Scheinwerferform |
| 997 | 2004-2012 | wassergekühlt, wieder runde Scheinwerfer, ab 2008 Direkteinspritzung und PDK |
| 991 | 2011-2019 | wassergekühlt, Aluminium-Stahl-Mischbauweise, ab 2015 Biturbo in den Carrera-Modellen |
| 992 | seit 2018 | wassergekühlt, Achtgang-PDK, seit 2024 T-Hybrid im Carrera GTS |
Stand: Oktober 2026.

Luftgekühlte Porsche 911 Generationen: Vom Ur-Elfer bis zum 993
Ur-Elfer (901)
Der Ur-Elfer (901) wurde 1963 als Typ 901 vorgestellt und nach dem Namensstreit mit Peugeot von 1964 bis 1973 gebaut. Das Auto fährt mit einem luftgekühlten 2,0-Liter-Sechszylinder-Boxermotor und 130 PS. 1965 wurde der Targa vorgestellt, 1972 folgte der Carrera RS 2.7 mit 210 PS als sportliche Variante innerhalb der Baureihe.
G-Modell
Das G-Modell wurde von 1973 bis 1989 gebaut und ist damit die am längsten gebaute Generation. Der Antrieb erfolgt über einen luftgekühlten Sechszylinder-Boxermotor, im Carrera ab 1983 mit 3,2 Litern Hubraum und 231 PS. Höhere Stoßstangen mit Faltenbälgen kamen wegen US-Vorschriften. Im Oktober 1974 wurde in Paris der erste 911 Turbo mit 3,0 Litern und 260 PS vorgestellt, ab 1982 wurde erstmals ein Cabriolet angeboten.
Porsche 964
Der Porsche 964 löste das G-Modell ab und wurde von 1989 bis 1994 gebaut. Ein 3,6-Liter-Motor leistete 250 PS, ab Januar 1990 war die Automatik Tiptronic lieferbar. Zunächst wurde der 964 nur als Carrera 4 mit Allradantrieb angeboten, zum Modelljahr 1990 folgte der Carrera 2 mit Heckantrieb. ABS, Servolenkung und ein automatisch ausfahrender Heckspoiler gehörten zur Technik dieser Generation.
Porsche 993
Der Porsche 993 wurde von 1993 bis 1998 gebaut und ist der letzte 911 mit luftgekühltem Boxermotor. Das 3,6-Liter-Triebwerk leistete 272 PS, der 911 Turbo kam ab 1995 mit zwei Turboladern, permanentem Allradantrieb und 408 PS. Polyellipsoid-Scheinwerfer, bündig integrierte Stoßstangen und ein neues Aluminiumfahrwerk kennzeichnen diese Baureihe.
Wassergekühlte Porsche 911 Generationen: Von 996 bis 992
Porsche 996
Der Porsche 996 wurde von 1997 bis 2006 gebaut und war der erste 911 mit wassergekühltem Motor. Das Triebwerk leistete zunächst 300 PS aus 3,4 Litern, zum Modelljahr 2002 stieg der Hubraum auf 3,6 Liter und die Leistung auf 320 PS. Der cw-Wert liegt bei 0,30, 1999 kam der erste 911 GT3, und die Scheinwerfer sind flach in die Front integriert.
Porsche 997
Der Porsche 997 wurde im Sommer 2004 vorgestellt und bis 2012 gebaut. Im Carrera leistete der 3,6-Liter-Motor 325 PS, im Carrera S leistete der 3,8-Liter-Motor 355 PS. Wieder runde Scheinwerfer unterscheiden ihn vom 996, und die Modellpflege 2008 brachte Direkteinspritzung sowie das Porsche Doppelkupplungsgetriebe PDK.
Porsche 991
Der Porsche 991 feierte 2011 auf der IAA Premiere und blieb bis 2019 im Programm. Zunächst leistete der Carrera 350 PS aus 3,4 Litern, der Carrera S 400 PS aus 3,8 Litern. Neu waren 100 Millimeter mehr Radstand und die Aluminium-Stahl-Mischbauweise. Die Modellpflege 2015 brachte den 3,0-Liter-Biturbo mit 370 PS im Carrera und 420 PS im Carrera S.
Porsche 992
Der Porsche 992 debütierte im November 2018 in Los Angeles. Im Carrera leistet der 3,0-Liter-Biturbo 385 PS, im Carrera S 450 PS, jeweils mit Achtgang-PDK. Die Modellpflege von 2024 wird oft 992.2 genannt; seit Mai 2024 arbeitet im 911 Carrera GTS der T-Hybrid, seit September 2025 im 911 Turbo S. Stand Oktober 2026 ist der 992 die aktuelle Generation.
911 Generationen: Unterschiede auf einen Blick
Wer die verschiedenen Porsche 911 Generationen vergleicht, erkennt klare Entwicklungsschritte. Die wichtigsten Unterschiede betreffen Kühlung, Aufladung, Getriebe, Elektrifizierung, Erkennungsmerkmale und Modellpflege:
- Kühlung: Die Motoren laufen bis zum 993 luftgekühlt, ab dem 996 wassergekühlt.
- Aufladung: Die Carrera-Modelle fahren bis 2015 mit Saugmotor, seit der Modellpflege des 991 mit Biturbo.
- Getriebe: Seit dem 964 gibt es die Automatik Tiptronic, seit 2008 im 997 das Doppelkupplungsgetriebe PDK und im 992 ein Achtgang-PDK.
- Elektrifizierung: Bis zur Modellpflege 2024 fahren alle 911 ohne Elektromotor, seit Mai 2024 arbeitet im 911 Carrera GTS der T-Hybrid.
- Erkennungsmerkmale: Das G-Modell erkennst Du an den Stoßstangen mit Faltenbälgen, den 993 an den Polyellipsoid-Scheinwerfern, den 996 an den flach integrierten Scheinwerfern, den 997 an den wieder runden Scheinwerfern und den 992 am durchgehenden Leuchtenband am Heck.
- Modellpflege: Innerhalb einer Generation gibt es meist eine Überarbeitung, oft mit ".1" und ".2" bezeichnet: beim 996 zum Modelljahr 2002 (3,6 Liter), beim 997 im Jahr 2008 (Direkteinspritzung, PDK), beim 991 im Jahr 2015 (Biturbo) und beim 992 im Jahr 2024 (T-Hybrid im Carrera GTS).
Kürzel wie Carrera, Targa, Turbo und GTS sowie die GT-Modelle tauchen über mehrere Generationen hinweg auf. Solche Kürzel bezeichnen Varianten innerhalb einer Baureihe und keine eigene Generation. Ein Porsche 992 kann also als Coupé, Cabriolet oder Turbo angeboten werden.
Fazit
Die Porsche 911 Generationen lassen sich über Typnummern, Baujahre und technische Merkmale klar voneinander unterscheiden. Vom Ur-Elfer über das G-Modell bis zum Porsche 992 zeigen die Porsche 911 Baureihen den Wechsel von luftgekühlt zu wassergekühlt, von Saugmotor zu Biturbo und zuletzt zum T-Hybrid in einzelnen Modellen. In unserer Flotte fährst Du den 911 GT3 mit 4,0-Liter-Saugmotor und 500 PS.
Häufige Fragen zu den Porsche 911 Generationen
Welche Generationen von Porsche 911 gibt es?
Insgesamt gibt es acht Generationen. Die Reihenfolge beginnt beim Ur-Elfer (Typ 901), führt über G-Modell, 964 und 993 zu den wassergekühlten Baureihen 996, 997, 991 und Porsche 992.
Was ist der Unterschied zwischen 991 und 992?
Der 991 nutzt eine Aluminium-Stahl-Mischbauweise und erhielt ab 2015 Biturbomotoren in den Carrera-Modellen. Der 992 hat ein durchgehendes Leuchtenband und ein Achtgang-PDK. Den T-Hybrid gibt es im Carrera GTS und im Turbo S.
Welcher Porsche 911 war der letzte luftgekühlte?
Der Porsche 993 wurde von 1993 bis 1998 gebaut und ist der letzte 911 mit Luftkühlung. Alle nachfolgenden Baureihen ab dem 996 setzen auf Wasserkühlung.
Warum heißt der Porsche 901 heute 911?
Der Wagen wurde 1963 als Typ 901 auf der IAA vorgestellt. Weil Peugeot die Rechte an dreistelligen Typbezeichnungen mit einer Null in der Mitte besaß, kam das Auto 1964 als 911 auf den Markt.
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