Das Wichtigste in Kürze
- Porsche Bezeichnungen zeigen meist Karosserieform, Antrieb und Leistung eines Modells.
- Carrera und Targa gehen auf Straßenrennen zurück: die Carrera Panamericana in Mexiko und die Targa Florio auf Sizilien.
- S, GTS und Turbo stehen beim Porsche 911 für unterschiedliche Leistungsstufen.
- 4 weist auf Allradantrieb hin, T auf Touring, RS auf eine vom Rennsport abgeleitete Straßenversion.
- In unserer Flotte fährst Du den Porsche 911 GT3, dessen Name von einer Rennsportklasse abgeleitet ist.
Porsche Bezeichnungen im Überblick
Die systematischen Porsche Bezeichnungen helfen Dir, Varianten schneller einzuordnen. Viele Namen und Kürzel stehen für eine feste technische Eigenschaft, eine Karosserieform oder eine Position innerhalb der Baureihe. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Begriffe, ihre Bedeutung und jeweils ein Beispiel. Als Beispiel dient der Porsche 911, weil dort viele Zusätze gleichzeitig verwendet werden; je nach Baureihe und Modelljahr kann die Bedeutung leicht abweichen.
| Kürzel | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| Carrera | Spanisch für Rennen; beim heutigen 911 die Grundversion | 911 Carrera |
| S | Sport (höhere Leistungsstufe) | 911 Carrera S |
| 4 | Allradantrieb | 911 Carrera 4S |
| T | Touring (puristische Version) | 911 Carrera T |
| GTS | Gran Turismo Sport | 911 Carrera GTS |
| Targa | Offene Version mit Überrollbügel | 911 Targa 4S |
| Turbo | Abgasturbolader; beim heutigen 911 das Topmodell | 911 Turbo S |
| GT3 | Sportversion mit Saugmotor, benannt nach einer Rennsportklasse | 911 GT3 |
| RS | RennSport: von der Rennversion abgeleitet, mit Straßenzulassung | 911 Carrera RS 2.7 (1972) |
Stand: Oktober 2026.
Die einzelnen Buchstaben und Namen stehen in der Praxis selten allein. Ein 911 Targa 4 GTS verbindet beispielsweise die Karosserieform Targa mit Allradantrieb und der Leistungsstufe GTS. So erkennst Du am Namen meist schon Karosserieform, Antrieb und Leistungsstufe. Andere Baureihen haben eigene Zusätze, beispielsweise E-Hybrid für Modelle mit zusätzlichem Elektromotor oder Spyder für offene Mittelmotor-Sportwagen.
Porsche Carrera Bedeutung: Vom Rennen in Mexiko zum Modellnamen
Der Begriff "Carrera" ist spanisch und bedeutet übersetzt "Rennen". Der Name bezieht sich direkt auf die Carrera Panamericana, ein Straßenrennen durch Mexiko, das von 1950 bis 1954 ausgetragen wurde. Porsche holte dort Klassensiege. Im Jahr 1953 gewann der Porsche 550 Spyder seine Klasse. Ein Jahr später wurde Hans Herrmann im 550 Spyder Dritter der Gesamtwertung.
Zunächst hieß bei Porsche lediglich ein Motor "Carrera". Gemeint war der 1953 von Dr. Ernst Fuhrmann konstruierte Viernockenwellen-Motor Typ 547. Später wurde der Name für die stärksten Motorvarianten verwendet. Ein frühes Beispiel ist der Porsche 356 A 1500 GS Carrera. Ein weiterer Vertreter ist der 911 Carrera RS 2.7 aus dem Jahr 1972. Auch der 904 Carrera GTS und später der Supersportwagen Carrera GT haben den Namen verwendet.
Der Porsche 911 wurde 1963 auf der IAA als 901 vorgestellt und kam 1964 als 911 auf den Markt. Seit dem Modelljahr 1984 trägt das Standardmodell des 911 den Namen Carrera. Historisch stand Carrera bei Porsche für die stärksten Varianten, beim heutigen Porsche 911 bezeichnet der Name die Grundversion.
Targa: Offener 911 mit Bügel
Der Targa ist die offene Version des 911 mit feststehendem Überrollbügel und herausnehmbarem Dachteil, eingeführt im Sommer 1966 zum Modelljahr 1967. Porsche reagierte damit auf die Sorge, dass die USA klassische Cabriolets wegen der Sicherheit bei Überschlägen verbieten könnten. Der Name stammt vom sizilianischen Straßenrennen Targa Florio. Das italienische Wort Targa bedeutet Schild, und Porsche hat den Namen als Marke eintragen lassen. Der Targa wurde gebaut, damit Du offen fahren kannst und der Bügel trotzdem Schutz bietet.
Beim Typ 993 ersetzte ein versenkbares Glasdach den Bügel, was die Typen 996 und 997 beibehielten. Seit dem 991 gibt es den Bügel wieder, wobei das Dachteil nun automatisch öffnet. Den aktuellen Targa erhältst Du ausschließlich mit Allradantrieb. Beim Cabriolet öffnet das gesamte Stoffverdeck, beim Targa bleiben Bügel und Heckscheibe stehen.
Turbo, S und GTS: Die Leistungsstufen
Nach der Grundversion ordnen drei bekannte Buchstabenkombinationen die Fahrzeuge nach ihrer Leistung ein.
- Turbo: Steht für Motoren mit Abgasturbolader und bezeichnet beim heutigen 911 das Topmodell, weil inzwischen auch der Carrera einen Turbomotor hat. Der erste 911 Turbo wurde 1974 in Paris vorgestellt, intern Typ 930.
- S: Kennzeichnet bei Porsche meist eine höhere Leistungsstufe und mehr Ausstattung als die jeweilige Grundversion. Ursprünglich stand der Buchstabe bei Porsche für "Super" oder "Sport".
- GTS: Steht für Gran Turismo Sport und bezeichnet heute eine Leistungsstufe oberhalb der S-Modelle. Erstmals stand das Kürzel 1963 am 904 Carrera GTS, damals als Homologationsbezeichnung aus dem Rennsport.
4, T und RS: Antrieb, Purismus und Rennsport
Weitere Ergänzungen im Modellnamen weisen auf Antriebsart oder Einsatzcharakter hin.
- 4: Steht für Fahrzeuge mit Allradantrieb. Den 911 Carrera 4 gibt es seit 1989.
- T: Steht für "Touring" und markiert heute einen Carrera T mit Sportfahrwerk, weniger Dämmung und Schaltgetriebe. Der ursprüngliche 911 T von 1967 war noch die schwächer motorisierte Einstiegsversion.
- RS: Steht für "RennSport" und bezeichnet eine von der Rennversion abgeleitete Variante mit Straßenzulassung; heute tragen die leistungsstärksten GT-Modelle das Kürzel. Ein frühes Beispiel ist der 911 Carrera RS 2.7 von 1972.
Dreistellige Typnummern wie 992 bezeichnen intern die Generation des 911; mehr dazu würde hier zu weit führen.
Fazit
Carrera bedeutet Rennen und bezeichnet beim heutigen Porsche 911 die Grundversion. Targa steht für den offenen 911 mit Bügel. S, GTS und Turbo ordnen Modelle nach ihrer Leistung ein, 4 kennzeichnet Allradantrieb. RS und GT3 verweisen auf den Rennsport. Mit diesen Porsche Bezeichnungen kannst Du ein Modell schon am Namen deutlich besser einordnen.
Häufige Fragen zu Porsche Kürzeln
Was heißt Carrera auf Deutsch?
Das Wort stammt aus dem Spanischen und bedeutet auf Deutsch "Rennen". Der Begriff erinnert an die Carrera Panamericana, ein Straßenrennen durch Mexiko, bei dem Porsche in den fünfziger Jahren Klassensiege errang. Zuerst hieß bei Porsche ein Motor so, später die stärksten Varianten eines Modells.
Was ist der Unterschied zwischen 911 und Carrera?
Die Zahl 911 benennt die gesamte Baureihe, die 1963 vorgestellt wurde. Der Name Carrera bezeichnet seit dem Modelljahr 1984 das Standardmodell innerhalb dieser Baureihe. Beim heutigen 911 ist der Carrera also die Grundversion, früher stand der Name für die stärksten Varianten.
Was ist der Unterschied zwischen Targa und Cabrio?
Bei einem Cabriolet öffnet sich das gesamte Stoffverdeck. Den Targa gibt es beim Porsche 911 seit dem Modelljahr 1967. Beim Targa bleiben Überrollbügel und Heckscheibe stehen. Geöffnet wird nur das Dachteil über den Sitzen, beim aktuellen Targa automatisch.
Wofür steht GTS bei Porsche?
Die drei Buchstaben stehen für "Gran Turismo Sport". Ursprünglich diente dieser Begriff als Homologationsbezeichnung im Rennsport. Heute markiert das Kürzel die Leistungsstufe oberhalb der S-Modelle mit mehr Leistung und erweiterter Ausstattung.
Welchen Porsche kannst Du bei uns mieten?
In unserer Flotte in Grünwald steht genau ein Porsche, der 911 GT3 mit 500 PS und 4,0-Liter-Saugmotor. Andere Modelle der Marke gehören nicht zu unserer Flotte. Alles Weitere steht unter Porsche mieten.



